Ergonomie beim Fahrrad ist wichtig

Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt bietet kostenlose Beratung an

KREIS STEINFURT. Wer mit seinem Fahrrad sicher und im Sinne der Gesundheit unterwegs sein möchte, sollte auf die richtige ergonomische Einstellung achten. „Eine falsch angepasste Sattelhöhe oder ein Lenker, der nicht auf die Bedürfnisse des Fahrers abgestimmt ist, stellen nicht nur ein Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr dar, sondern gefährden auch die Gesundheit von Radfahrern“, sagt Franz-Josef Feldkämper, Obermeister der Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt. Er verweist auf Erkenntnisse der Deutschen Sporthochschule Köln. Deren Radsportexperten haben einen Leitfaden entwickelt, wie ein Fahrrad optimal eingestellt werden sollte. „Auf dieser Grundlage bieten die Betriebe der Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt eine kostenlose Ergonomie-Beratung an“, so Franz-Josef Feldkämper.

Häufigste Folgen einer unangepassten Einstellung des Fahrrads sind Rückenschmerzen, Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich, eingeschlafene Hände oder taube Finger. „Das alles ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch zu einem echten Sicherheitsrisiko für Verkehrsteilnehmer werden“, so der Obermeister der Innung. Zum Beispiel hat die Sattelhöhe Auswirkungen darauf, ob ein Radler bei einem Stopp sicher steht. Auch das Verhältnis zur Tretkurbel ist bei der Einstellung des Sattels von Bedeutung.

„Grundsätzlich sollten Radfahrer dynamisch fahren und bei ihren Bewegungen möglichst viele Muskeln aktiv beanspruchen“, so Franz-Josef Feldkämper. So sollten die drei Kontaktpunkte zum Fahrrad – das sind Hände, Gesäß und Füße – in einer gleichmäßigen Bewegung be- und entlastet werden. Das Fahrrad sollte so eingestellt werden, dass die Position des Beckens optimal ist und die Wirbelsäule beim Treten angemessen federn kann. Außerdem ist entscheidend, welchen Fahrstil der Radler pflegt. Wer auf dem Hollandrad zum Beispiel bequem sitzen möchte, sollte möglichst aufrecht sitzen und Lenker und Griffe nahe am Oberkörper haben. Mit einem sportiven Rad sind Fahrer hingegen eher in einer geneigten Position unterwegs und der Sattel ist in der Regel höher als der Lenker.

„Der Lenker ist in der richtigen Position, wenn Rücken- und Bauchmuskulatur beim Treten gespannt sind“, sagt Franz-Josef Feldkämper. Denn dann sorgen die Muskeln dafür, dass die Wirbelsäule stabil ist und nicht überlastet wird. Auch bei der Positionierung des Lenkers sollte bedacht werden, ob der Radler lieber sportlich geneigt oder genussvoll aufrecht fahren möchte. Nicht zuletzt verlangen die Griffe Augenmerk. Denn das richtige Zusammenspiel von Lenkerposition und Griffen sorgt für eine optimale Durchblutung von Armen und Händen und beugt einem Taubheitsgefühl in Händen und Fingern vor.

„Bei ihrer Beratung stimmen die Innungsbetriebe individuell mit dem Fahrer ab, welche ergonomische Einstellung die richtige ist“, so der Obermeister. Gerade in der dunklen Jahreszeit sollten sich Radler Zeit nehmen, ihr Zweirad überprüfen zu lassen. Franz-Josef Feldkämper: „Wer sein Fahrrad im Winter checken lässt, kann mit neuem Schwung in die neue Radfahrsaison starten.“

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.richtigradfahren.de

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