Trend zur E-Mobilität auf zwei Rädern hält an

Franz-Josef Feldkämper demonstriert, wie das neue ABS-System für E-Bikes funktioniert. Es gehört zu den vielen Neuerungen, mit denen die Innungsbetriebe im Kreis Steinfurt aufwarten

Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt rät mit Blick auf Lieferengpässe bei Batterien zu frühzeitiger Beratung in Sachen E-Bikes

Panikmache ist keine Sache von Franz-Josef Feldkämper. Dennoch rät der Obermeister der Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt allen Menschen, die sich für den Kauf eines E-Bikes interessieren, zum frühzeitigen Handeln. „Es ist nicht auszuschließen, dass es in den kommenden Monaten zu Engpässen bei der Lieferung von Batterien kommen kann“, sagt der Zweiradmechaniker-Meister aus Ibbenbüren. Denn der Trend zur E-Mobilität auf zwei Rädern ist seit Jahren ungebrochen.

Nun könnte der Ausbau von E-Mobilität in der Automobilindustrie für eine Verknappung von Lithium-Ionen-Zellen auf dem Weltmarkt sorgen. „Wer sich für E-Mobilität auf zwei Rädern interessiert, sollte jetzt handeln“, rät der Innungsobermeister. Was in der Automobilindustrie langsam ins Rollen kommt, bestimmt den Zweiradmarkt seit Jahren. „Rund jedes fünfte Fahrrad auf der Straße ist inzwischen ein E-Bike. Es ist davon auszugehen, dass sich der Gesamtmarkt auf hohem Niveau stabilisiert“, beschreibt Franz-Josef Feldkämper die Erwartungen der Branche. Der niederschlagsarme und warme Sommer hat der Branche zuletzt gute Zahlen beschert. Die aktuellen Marktdaten des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV) weisen für das erste Halbjahr 2018 einen Anstieg des Absatzes von Fahrrädern und E-Bikes um 6 Prozent aus. Nach einer Schätzung des ZVI wurden im ersten Halbjahr 2018 etwa 670.000 E-Bikes verkauft. Für das Jahr 2018 rechnet der Verband mit einer Steigerung des E-Bike-Absatzes in Höhe von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dabei weisen moderne E-Bikes viele technische Neuerungen für mehr Sicherheit auf zwei Rädern auf. So geht der Trend dahin, die Akkus in den Fahrradrahmen zu integrieren. Neu ist auch ein Anti-Blockier-System für Elektrofahrräder. „Bosch hat dieses System herausgebracht“, sagt Franz-Josef Feldkämper. Das ABS-System sorgt für eine verbesserte Fahrstabilität und Lenkbarkeit auch bei rutschigen Fahrbahnbedingungen. Ganz ohne Luft kommen neu entwickelte Reifen für Fahrräder und E-Bikes heraus. Die mit einem speziellen elastischen Partikelschaumstoff gefüllten Reifen können auf jede handelsübliche Felge aufgezogen werden und haben eine garantierte Laufleistung von rund 10.000 Kilometern. Für das kommende Jahr rechnet die Zweiradmechaniker-Innung mit weiteren technischen Neuerungen. „Dabei geht es immer mehr ins Detail“, so der Obermeister. „Zum Beispiel mit Antriebsketten, die länger halten, oder Bremslichtern.“

Quelle: Konermann Text & PR

Zweiradmechaniker-Innung und Kreisbehörden arbeiten im Sinne der Fahrradfahrer zusammen

Wie der Motor eines E-Bikes aussieht, bekam Landrat Dr. Effing (v.l.) beim Messerundgang mit Vera Deitert und Thorsten Pahl (Deitert-Suhre GmbH & Co. KG), Kreishandwerkerschaft-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner, Franz-Josef Feldkämper und Alfred Engeler (Kreishandwerkerschaft) zu sehen.

Innung präsentiert bisher größte Mobilitätsmesse im Autohaus Deitert-Suhre

KREIS STEINFURT. Die Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt und die Kreisbehörden wollen enger zu-sammenarbeiten, um den Kreis Steinfurt für Zweiradfahrer noch attraktiver zu gestalten. Das kündigte der Obermeister der Innung, Franz-Josef Feldkämper, während der Zweirad-Mobilitätsmesse am Sonntag im Autohaus Deitert-Suhre in Ibbenbüren an. Zum vierten Mal präsentierte die Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt neueste Trends und Bewährtes rund um die Mobilität auf zwei Rädern mit und ohne Motor.

„Im Kreis Steinfurt gibt es den großen Wunsch der Bürger in Städten und Gemeinden, mehr beruhigte Räume für Fahrrad- und E-Bike-Fahrer zu schaffen“, sagte Obermeister Franz-Josef Feldkämper zur Eröffnung der Messe. „Deshalb freuen wir uns sehr auf die Zusammenarbeit mit den Kreisbehörden, die ein Konzept entwickeln möchten, um mehr Sicherheit für Zweiradfahrer zu gewährleisten. Als Innung werden wir die Behörden beraten und unsere Ideen einbringen“, kündigte Franz-Josef Feldkämper an.

Landrat Dr. Klaus Effing erinnerte daran, dass allein im vergangenen Jahr insgesamt 720.000 elektrisch betriebene Fahrräder in Deutschland neu hinzugekommen sind. „Gerade bei uns im ländlichen Raum spielt die Nahmobilität eine große Rolle. In den vergangenen Jahren habe wir als Kreis Steinfurt gerne in unser Erfolgsmodell, den Bürgerradweg, investiert und werden das auch weiterhin tun“, erinnerte der Landrat. „Unsere Radwege sind aber auch ein wichtiger Standortfaktor“, betonte er. So wurde das Münsterland während der Internationalen Tourismusbörse in Berlin erst vor wenigen Tagen zur zweitbeliebtesten Radfahrregion Deutschlands gekürt. Dr. Klaus Effing bedankte sich bei der Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt, die für den Kreis ein wichtiger Partner in Sachen Zweiradmobilität ist.

Was die Aussteller der Öffentlichkeit präsentierten, stieß auf große Resonanz. Auf nach wie vor großes Interesse stießen Elektro-Fahrräder für alle Altersklassen. Auch die Liebhaber von motorisierten Maschinen kamen auf ihre Kosten. Von der Moto Guzzi bis zu Harley Davidson konnten sie sich über echte Motorrad-Klassiker informieren. Die Kreispolizeibehörde widmete ihren Messestand ganz dem Thema Sicherheit auf zwei Rädern. Die Besucher konnten vor Ort ausprobieren und am Bildschirm verfolgen, wie sich ihr Verhalten beim Fahrrad- oder Motorrollerfahren im Straßenverkehr auswirkt.

Ergonomie beim Fahrrad ist wichtig

Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt bietet kostenlose Beratung an

KREIS STEINFURT. Wer mit seinem Fahrrad sicher und im Sinne der Gesundheit unterwegs sein möchte, sollte auf die richtige ergonomische Einstellung achten. „Eine falsch angepasste Sattelhöhe oder ein Lenker, der nicht auf die Bedürfnisse des Fahrers abgestimmt ist, stellen nicht nur ein Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr dar, sondern gefährden auch die Gesundheit von Radfahrern“, sagt Franz-Josef Feldkämper, Obermeister der Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt. Er verweist auf Erkenntnisse der Deutschen Sporthochschule Köln. Deren Radsportexperten haben einen Leitfaden entwickelt, wie ein Fahrrad optimal eingestellt werden sollte. „Auf dieser Grundlage bieten die Betriebe der Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt eine kostenlose Ergonomie-Beratung an“, so Franz-Josef Feldkämper.

Häufigste Folgen einer unangepassten Einstellung des Fahrrads sind Rückenschmerzen, Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich, eingeschlafene Hände oder taube Finger. „Das alles ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch zu einem echten Sicherheitsrisiko für Verkehrsteilnehmer werden“, so der Obermeister der Innung. Zum Beispiel hat die Sattelhöhe Auswirkungen darauf, ob ein Radler bei einem Stopp sicher steht. Auch das Verhältnis zur Tretkurbel ist bei der Einstellung des Sattels von Bedeutung.

„Grundsätzlich sollten Radfahrer dynamisch fahren und bei ihren Bewegungen möglichst viele Muskeln aktiv beanspruchen“, so Franz-Josef Feldkämper. So sollten die drei Kontaktpunkte zum Fahrrad – das sind Hände, Gesäß und Füße – in einer gleichmäßigen Bewegung be- und entlastet werden. Das Fahrrad sollte so eingestellt werden, dass die Position des Beckens optimal ist und die Wirbelsäule beim Treten angemessen federn kann. Außerdem ist entscheidend, welchen Fahrstil der Radler pflegt. Wer auf dem Hollandrad zum Beispiel bequem sitzen möchte, sollte möglichst aufrecht sitzen und Lenker und Griffe nahe am Oberkörper haben. Mit einem sportiven Rad sind Fahrer hingegen eher in einer geneigten Position unterwegs und der Sattel ist in der Regel höher als der Lenker.

Gezielte Kontrollen von jungen und älteren Radfahrern

So vorbildlich wie Norbert Blanke kommt längst nicht jeder Radfahrer daher. Die Polizeibeamten Klaus Leising (r.) und Andreas Kröger sowie Stefan Kemper von der Zweiradmechaniker-Innung schauten sich nun gemeinsam den morgendlichen Zweiradverkehr an.

Polizei und Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt machen sich stark für Sicherheit auf zwei Rädern

Die Polizei und die Zweiradmechaniker-Innung im Kreis Steinfurt machen sich stark für Sicherheit auf zwei Rädern. Beide Partner haben im Frühjahr einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichnet. Mit Beginn der dunklen Jahreszeit haben sie nun ein besonderes Augenmerk auf Fahrradfahrer. Neben allgemeinen Fahrradkontrollen kontrolliert die Polizei im Kreis Steinfurt in diesen Tagen vor allem Kinder und Jugendliche sowie Senioren auf ihren Rädern. „Dabei geht es uns um zwei Themen: um „Sicherheit und Sichtbarkeit“, erklärt Polizeihauptkommissar Andreas Kröger. Während die Polizeibeamten in der Nähe von Schulen den ordnungsgemäßen Zustand der Zweiräder in den Blick nehmen, schauen sie bei älteren Radfahrern auf die richtige Ausstattung wie Schutzhelm oder Warnweste.

Mit der jüngsten morgendlichen Kontrolle vor einem Rheinenser Gymnasium sind Verkehrssicherheitsberater Andreas Kröger und Klaus Leising, Leiter Verkehrsunfallprävention und Opferschutz der Kreispolizeibehörde Steinfurt, sehr zufrieden. „Vor einem Gymnasium haben wir gerade einmal acht Mängelzettel ausgegeben. Das ist schon sehr gut“, sagt Klaus Leising. Die festgestellten Mängel vermerken die Beamten auf einem entsprechenden Formular. „Das geben wir in der Schule ab, diese händigt das an die Kinder aus und die Eltern müssen das unterschreiben“, erklärt Andreas Kröger das Prozedere. Die Betriebe der Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt bieten einen besonderen Service an. Kommt ein Kind mit einem Mängelzettel zu ihnen, reparieren sie das Fahrrad – und berechnen lediglich die Materialkosten. „Die Lohnkosten übernehmen wir“, sagt Stefan Kemper, stellvertretender Obermeister der Innung.

Mit Blick auf Senioren macht sich die Polizei unter anderem für Fahrradhelme stark. „Wenn Senioren stürzen, dann ist der Kopf besonders gefährdet“, sagt Klaus Leising. Wer mit einem E-Bike unterwegs ist, sollte auf jeden Fall einen Kopfschutz tragen. „Wichtig ist auch, dass der Helm passt und richtig getragen wird“, betont Andreas Kröger. Ganz gleich welchen Alters – wer sich für ein E-Bike oder ein anderes neues Zweirad entscheidet, sollte sich gründlich mit dem veränderten Fahrverhalten und der Geschwindigkeit vertraut machen, rät Stefan Kemper. „Es gibt durchaus auch jüngere Menschen, die unsicher auf dem Fahrrad sind“, weiß er.

Handlungsbedarf in punkto Radfahrer sieht die Polizei in jedem Fall. So waren im vergangenen Jahr kreisweit insgesamt 595 Radfahrer in schwere Unfälle verwickelt. 87 von ihnen waren 14 Jahre oder jünger, 123 von ihnen älter als 63 Jahre. Acht Radfahrer wurden 2017 im Kreis Steinfurt tödlich verletzt, davon sechs Senioren. „Und niemand von ihnen trug einen Helm“, sagt Klaus Leising. Neben dem Schutzhelm empfiehlt die Polizei in der dunklen Jahreszweit das Tragen von reflektierenden Westen und Klackbändern für die Arme und Beine. „Wer so ausgestattet ist, den nehmen Autofahrer schon aus einer Entfernung von 100 Metern wahr“, betont Andreas Kröger. Gerade ältere Menschen neigen dazu, sich sicher zu fühlen, wenn sie sich selbst vorsichtig verhalten. „Aber man muss mit dem Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer rechnen“, ergänzt er.

Qelle: Konermann Text & PR

„Dienstrad bleibt attraktives Instrument zur klimafreundlichen Mobilität“

Obermeister Franz-Josef Feldkämper und seine Kollegen sind erleichtert über den Erlass.

Bundesfinanzministerium schafft Klarheit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

KREIS STEINFURT. Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die das Leasing von Dienstfahrrädern nutzen, können aufatmen. Mit einem Erlass hat das Bundesfinanzministerium Klarheit über den steuerlichen Umgang mit dem Kauf eines zunächst geleasten Zweirads geschaffen. „Nach dem Erlass ist klar: Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben Rechtssicherheit für den Fall, dass ein Arbeitnehmer das Fahrrad nach Ablauf der Leasinglaufzeit kaufen möchte“, sagt Franz-Josef Feldkämper, Obermeister der Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt. „Somit ist und bleibt das Dienstrad ein attraktives Instrument zur klimafreundlichen Mobilität.“ Zum Hintergrund: In den vergangenen Jahren hat sich das Konzept des Dienstrades zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt. So können Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern für den Weg zur Arbeit E-Bikes zur Verfügung stellen, steuerliche Vorteile geltend machen. Gleichzeitig haben sie mit dem Angebot eines Leasing-Rades für ihre Mitarbeiter ein attraktives Instrument zur Personalbindung zur Verfügung. In Nordrhein-Westfalen kam es nun zu Problemen, wenn ein Arbeitnehmer nach Ablauf der Leasing-Laufzeit sein E-Bike kaufen wollte. Denn die oberste NRW-Finanzbehörde hat den Marktwert für Diensträder am Leasingende auf pauschal 40 Prozent der unverbindlichen Preisempfehlung festgelegt. „Das war deutlich mehr als bisher von den Bundesbehörden akzeptiert worden war“, erklärt Franz-Josef Feldkämper. Daraus ergab sich ein Problem für Dienstrad-Nutzer und Arbeitgeber: Erwarben sie das Dienstrad zu einem niedrigeren Gebrauchtverkaufspreis, entstand ein sogenannter geldwerter Vorteil, der so-wohl steuer- als auch sozialversicherungspflichtig war. „Viele Unternehmen auch im Kreis Steinfurt waren verunsichert und haben ihre Dienstrad-Programme für Mitarbeiter eingefroren“, so der Obermeister der Zweiradmechaniker-Innung. Nun hat sich das Bundesfinanzministerium eingeschaltet und mit seinem Erlass vom 17. November 2017 für Klarheit gesorgt: Der Kauf eines zuvor geleasten Dienstrades darf ab sofort nach § 37b des Einkommenssteuergesetzes von dem Provider, der das Konzept abwickelt, versteuert werden. „Im Klartext bedeutet das, dass der Gebrauchtpreis am Ende der Leasinglaufzeit auf 13 bis 17 Prozent der unverbindlichen Preisempfehlung festgesetzt wird und die Differenz zu 40 Prozent pauschal vom Provider versteuert wird. Dienstrad-Nutzer und Arbeitgeber sind auch weiterhin von Sozialversicherungsabgaben befreit“, so Franz-Josef Feldkämper. Die Zweiradmechaniker-Innung reagiert mit großer Erleichterung auf den Erlass. „Gerade angesichts der aktuellen Debatte um E-Mobilität ist der Bedarf nach Dienst-E-Bikes groß. Dank der Regelung bleibt es dabei, dass es für Arbeitnehmer nach wie vor vorteilhafter ist, ein Rad über ihren Arbeitgeber zu nutzen“, so Franz-Josef Feldkämper. „Das Wichtigste aber ist, dass alle Beteiligten nun Rechtssicherheit haben.“

Das Zweirad als Steuersparmodell und Mitarbeiter-Belohnung

„Das Business Bike bietet viele Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber“, sagt Obermeister Franz-Josef Feldkämper. Während das Leasing von Fahrrädern und E-Bikes für Firmen ein Steuersparmodell und ein Instrument der Mitarbeiter-Bindung ist, können Arbeitnehmer unter anderem von der Gehaltsumwandlung beim Business Bike profitieren. So werden die Leasing-Raten monatlich direkt mit dem Bruttogehalt verrechnet. Die finanzielle Einsparung gegenüber einem Barkauf ist für den Arbeitnehmer nicht unerheblich. „Ist der Arbeitgeber einverstanden, können sich Mitarbeiter in einem Fachbetrieb ihrer Wahl ihr Wunschfahrrad aussuchen“, beschreibt der Obermeister den gängigen Weg. Eine Aufstellung der Anbieter des Fahrrad-Leasing "Businessbike" finden Sie hier.

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