Zweiradmechaniker-Innung und Kreisbehörden arbeiten im Sinne der Fahrradfahrer zusammen

Wie der Motor eines E-Bikes aussieht, bekam Landrat Dr. Effing (v.l.) beim Messerundgang mit Vera Deitert und Thorsten Pahl (Deitert-Suhre GmbH & Co. KG), Kreishandwerkerschaft-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner, Franz-Josef Feldkämper und Alfred Engeler (Kreishandwerkerschaft) zu sehen.

Innung präsentiert bisher größte Mobilitätsmesse im Autohaus Deitert-Suhre

KREIS STEINFURT. Die Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt und die Kreisbehörden wollen enger zu-sammenarbeiten, um den Kreis Steinfurt für Zweiradfahrer noch attraktiver zu gestalten. Das kündigte der Obermeister der Innung, Franz-Josef Feldkämper, während der Zweirad-Mobilitätsmesse am Sonntag im Autohaus Deitert-Suhre in Ibbenbüren an. Zum vierten Mal präsentierte die Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt neueste Trends und Bewährtes rund um die Mobilität auf zwei Rädern mit und ohne Motor.

„Im Kreis Steinfurt gibt es den großen Wunsch der Bürger in Städten und Gemeinden, mehr beruhigte Räume für Fahrrad- und E-Bike-Fahrer zu schaffen“, sagte Obermeister Franz-Josef Feldkämper zur Eröffnung der Messe. „Deshalb freuen wir uns sehr auf die Zusammenarbeit mit den Kreisbehörden, die ein Konzept entwickeln möchten, um mehr Sicherheit für Zweiradfahrer zu gewährleisten. Als Innung werden wir die Behörden beraten und unsere Ideen einbringen“, kündigte Franz-Josef Feldkämper an.

Landrat Dr. Klaus Effing erinnerte daran, dass allein im vergangenen Jahr insgesamt 720.000 elektrisch betriebene Fahrräder in Deutschland neu hinzugekommen sind. „Gerade bei uns im ländlichen Raum spielt die Nahmobilität eine große Rolle. In den vergangenen Jahren habe wir als Kreis Steinfurt gerne in unser Erfolgsmodell, den Bürgerradweg, investiert und werden das auch weiterhin tun“, erinnerte der Landrat. „Unsere Radwege sind aber auch ein wichtiger Standortfaktor“, betonte er. So wurde das Münsterland während der Internationalen Tourismusbörse in Berlin erst vor wenigen Tagen zur zweitbeliebtesten Radfahrregion Deutschlands gekürt. Dr. Klaus Effing bedankte sich bei der Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt, die für den Kreis ein wichtiger Partner in Sachen Zweiradmobilität ist.

Was die Aussteller der Öffentlichkeit präsentierten, stieß auf große Resonanz. Auf nach wie vor großes Interesse stießen Elektro-Fahrräder für alle Altersklassen. Auch die Liebhaber von motorisierten Maschinen kamen auf ihre Kosten. Von der Moto Guzzi bis zu Harley Davidson konnten sie sich über echte Motorrad-Klassiker informieren. Die Kreispolizeibehörde widmete ihren Messestand ganz dem Thema Sicherheit auf zwei Rädern. Die Besucher konnten vor Ort ausprobieren und am Bildschirm verfolgen, wie sich ihr Verhalten beim Fahrrad- oder Motorrollerfahren im Straßenverkehr auswirkt.

Zweirad-Mobilitätsmesse 2018

Hier finden Sie Impressionen der Zweirad-Mobilitätsmesse 2018.

Zweirad-Mobilitätsmesse 2017

Hier finden Sie Impressionen der Zweirad-Mobilitätsmesse 2017

Ergonomie beim Fahrrad ist wichtig

Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt bietet kostenlose Beratung an

KREIS STEINFURT. Wer mit seinem Fahrrad sicher und im Sinne der Gesundheit unterwegs sein möchte, sollte auf die richtige ergonomische Einstellung achten. „Eine falsch angepasste Sattelhöhe oder ein Lenker, der nicht auf die Bedürfnisse des Fahrers abgestimmt ist, stellen nicht nur ein Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr dar, sondern gefährden auch die Gesundheit von Radfahrern“, sagt Franz-Josef Feldkämper, Obermeister der Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt. Er verweist auf Erkenntnisse der Deutschen Sporthochschule Köln. Deren Radsportexperten haben einen Leitfaden entwickelt, wie ein Fahrrad optimal eingestellt werden sollte. „Auf dieser Grundlage bieten die Betriebe der Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt eine kostenlose Ergonomie-Beratung an“, so Franz-Josef Feldkämper.

Häufigste Folgen einer unangepassten Einstellung des Fahrrads sind Rückenschmerzen, Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich, eingeschlafene Hände oder taube Finger. „Das alles ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch zu einem echten Sicherheitsrisiko für Verkehrsteilnehmer werden“, so der Obermeister der Innung. Zum Beispiel hat die Sattelhöhe Auswirkungen darauf, ob ein Radler bei einem Stopp sicher steht. Auch das Verhältnis zur Tretkurbel ist bei der Einstellung des Sattels von Bedeutung.

„Grundsätzlich sollten Radfahrer dynamisch fahren und bei ihren Bewegungen möglichst viele Muskeln aktiv beanspruchen“, so Franz-Josef Feldkämper. So sollten die drei Kontaktpunkte zum Fahrrad – das sind Hände, Gesäß und Füße – in einer gleichmäßigen Bewegung be- und entlastet werden. Das Fahrrad sollte so eingestellt werden, dass die Position des Beckens optimal ist und die Wirbelsäule beim Treten angemessen federn kann. Außerdem ist entscheidend, welchen Fahrstil der Radler pflegt. Wer auf dem Hollandrad zum Beispiel bequem sitzen möchte, sollte möglichst aufrecht sitzen und Lenker und Griffe nahe am Oberkörper haben. Mit einem sportiven Rad sind Fahrer hingegen eher in einer geneigten Position unterwegs und der Sattel ist in der Regel höher als der Lenker.

Paula Neuwald freut sich über Gewinn nach Zweirad-Messe - Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt überreicht ersten Preis von Gewinnspiel

Obermeister Franz-Josef Feldkämper (4.v.r.) überreichte das Fahrrad an Paula Neuwald. Die Kollegen von der Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt gratulierten.

Paula Neuwald aus Ibbenbüren kann ab sofort ihre Runden auf einem nigelnagel-neuen City-Fahrrad drehen. Sie hat den ersten Preis eines Gewinnspiels der Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt gewonnen. Während der Innungsversammlung überreichte Obermeister Franz-Josef Feldkäm-per das schwarze Fahrrad an die Gewinnerin und wünschte ihr im Namen der Innung allzeit gute Fahrt. Eine positive Bilanz zogen die Innungsmitglieder mit Blick auf die diesjährige Zweirad-Mobilitätsmesse im Autohaus Deitert-Suhre in Ibbenbüren. „Wir hatten viele Besucher mit großem Interesse an Neuheiten und Produkten“, so der Obermeister.

„Dienstrad bleibt attraktives Instrument zur klimafreundlichen Mobilität“

Obermeister Franz-Josef Feldkämper und seine Kollegen sind erleichtert über den Erlass.

Bundesfinanzministerium schafft Klarheit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

KREIS STEINFURT. Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die das Leasing von Dienstfahrrädern nutzen, können aufatmen. Mit einem Erlass hat das Bundesfinanzministerium Klarheit über den steuerlichen Umgang mit dem Kauf eines zunächst geleasten Zweirads geschaffen. „Nach dem Erlass ist klar: Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben Rechtssicherheit für den Fall, dass ein Arbeitnehmer das Fahrrad nach Ablauf der Leasinglaufzeit kaufen möchte“, sagt Franz-Josef Feldkämper, Obermeister der Zweiradmechaniker-Innung Steinfurt. „Somit ist und bleibt das Dienstrad ein attraktives Instrument zur klimafreundlichen Mobilität.“ Zum Hintergrund: In den vergangenen Jahren hat sich das Konzept des Dienstrades zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt. So können Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern für den Weg zur Arbeit E-Bikes zur Verfügung stellen, steuerliche Vorteile geltend machen. Gleichzeitig haben sie mit dem Angebot eines Leasing-Rades für ihre Mitarbeiter ein attraktives Instrument zur Personalbindung zur Verfügung. In Nordrhein-Westfalen kam es nun zu Problemen, wenn ein Arbeitnehmer nach Ablauf der Leasing-Laufzeit sein E-Bike kaufen wollte. Denn die oberste NRW-Finanzbehörde hat den Marktwert für Diensträder am Leasingende auf pauschal 40 Prozent der unverbindlichen Preisempfehlung festgelegt. „Das war deutlich mehr als bisher von den Bundesbehörden akzeptiert worden war“, erklärt Franz-Josef Feldkämper. Daraus ergab sich ein Problem für Dienstrad-Nutzer und Arbeitgeber: Erwarben sie das Dienstrad zu einem niedrigeren Gebrauchtverkaufspreis, entstand ein sogenannter geldwerter Vorteil, der so-wohl steuer- als auch sozialversicherungspflichtig war. „Viele Unternehmen auch im Kreis Steinfurt waren verunsichert und haben ihre Dienstrad-Programme für Mitarbeiter eingefroren“, so der Obermeister der Zweiradmechaniker-Innung. Nun hat sich das Bundesfinanzministerium eingeschaltet und mit seinem Erlass vom 17. November 2017 für Klarheit gesorgt: Der Kauf eines zuvor geleasten Dienstrades darf ab sofort nach § 37b des Einkommenssteuergesetzes von dem Provider, der das Konzept abwickelt, versteuert werden. „Im Klartext bedeutet das, dass der Gebrauchtpreis am Ende der Leasinglaufzeit auf 13 bis 17 Prozent der unverbindlichen Preisempfehlung festgesetzt wird und die Differenz zu 40 Prozent pauschal vom Provider versteuert wird. Dienstrad-Nutzer und Arbeitgeber sind auch weiterhin von Sozialversicherungsabgaben befreit“, so Franz-Josef Feldkämper. Die Zweiradmechaniker-Innung reagiert mit großer Erleichterung auf den Erlass. „Gerade angesichts der aktuellen Debatte um E-Mobilität ist der Bedarf nach Dienst-E-Bikes groß. Dank der Regelung bleibt es dabei, dass es für Arbeitnehmer nach wie vor vorteilhafter ist, ein Rad über ihren Arbeitgeber zu nutzen“, so Franz-Josef Feldkämper. „Das Wichtigste aber ist, dass alle Beteiligten nun Rechtssicherheit haben.“

Das Zweirad als Steuersparmodell und Mitarbeiter-Belohnung

„Das Business Bike bietet viele Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber“, sagt Obermeister Franz-Josef Feldkämper. Während das Leasing von Fahrrädern und E-Bikes für Firmen ein Steuersparmodell und ein Instrument der Mitarbeiter-Bindung ist, können Arbeitnehmer unter anderem von der Gehaltsumwandlung beim Business Bike profitieren. So werden die Leasing-Raten monatlich direkt mit dem Bruttogehalt verrechnet. Die finanzielle Einsparung gegenüber einem Barkauf ist für den Arbeitnehmer nicht unerheblich. „Ist der Arbeitgeber einverstanden, können sich Mitarbeiter in einem Fachbetrieb ihrer Wahl ihr Wunschfahrrad aussuchen“, beschreibt der Obermeister den gängigen Weg. Eine Aufstellung der Anbieter des Fahrrad-Leasing "Businessbike" finden Sie hier.

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